Wildkaninchen

Das Wildkaninchen

Wildkaninchen haben im Gegensatz zu den Feldhasen keine schwarzen Löffelspitzen. Die Löffel des Kaninchens sind außerdem deutlich kürzer als beim Feldhasen, genauso wie die Hinterläufe. Wildkaninchen haben eine graue Bauchseite. Ihr Auge ist dunkel und das Fleisch des Wildkaninchens hat eine helle Farbe.

Wildkaninchen erreichen ein Gewicht von 1,5-2,5 kg.

Unterscheidungsmerkmal ist außerdem die Rachenöffnung im Schädel, welche im Gegensatz zum Feldhasen nicht rund sondern oval-länglich ist.

Die Tiere leben gesellig in Kolonien. Kaninchen bevorzugen Baue in sandigem, lockerem Boden mit Gängen in bis zu drei Meter tief und 40 Meter Länge. Kaninchen sind Dämmerungsaktiv. Bei Gefahr können Kaninchen laut pfeifend und mit den Hinterläufen klopfend Warnsignale trommeln. Sie signalisieren sie ihren Artgenossen damit eine drohende Gefahr.

Wie alle Hasenartigen ernähren sich Wildkaninchen vegegetarisch von Gräsern, Kräutern und Blättern sowie auch Rinde und Zweige.

Die Fortpflanzungszeit bei Kaninchen ist nicht beschränkt. Meist wechseln sich sieben bis zehn fruchtbare Tage mit ein bis zwei unfruchtbaren Tagen ab. Während der fruchtbaren Zeit wird der Eisprung durch Hormone innerhalb von 12 Stunden nach dem Deckakt ausgelöst. Dadurch treffen die Spermien stets auf frische Eizellen. Die Fortpflanzungsrate ist enorm!

Das Weibchen kann fünf bis sieben Würfe pro Jahr austragen, die Tragzeit beträgt zwischen vier und fünf Wochen und die Wurfgröße durchschnittlich fünf bis sechs, in Ausnahmefällen bis zu neun Jungtiere.Für die Geburt legt das Weibchen einen eigenen Bau, die sogenannte Setzröhre an. Neugeborene sind nackt und blind. Erst nach zehn Tagen öffnen sie die Augen, mit 21 Tagen verlassen sie die Setzröhre und nach weiteren 28 Tagen werden sie entwöhnt. Die Geschlechtsreife tritt nach wenigen Wochen ein. Die Erste Fortpflanzung geschieht jedoch meistens erst im zweiten Lebensjahr.

Die meisten Tiere überleben den ersten Winter nicht. Sie fallen oft Greifvögeln, Füchsen, Marder, Wiesel und Waschbären zum Opfer, verhungern oder sterben häufig an Krankheiten wie der Myxomatose oder der Chinaseuche.

,
Vorheriger Beitrag
Alpenschneehase
Nächster Beitrag
Das richtige Sitzkissen für den Ansitz

Es wurden keine Ergebnisse gefunden, die Ihren Suchkriterien entsprechen.

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
Menü