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Steinwild

Im vergangenen Jahrhundert hat man dem Steinwild wegen vermeintlicher Heilwirkungen von bestimmten Körperteilen (Herzkreuzl, Bezoare und pulverisiertem Horn) stark nachgestellt und diese Art fast ausgerottet. Eine kleine Restpopulation wurde vom italienischen König im Nationalpark Gran Paradiso unter strengen Schutz gestellt. Aus dieser Population sind Wiedereinürderungen erfolgreich in der Schweiz, Österreich und Deutschland (Berchtesgaden, Benediktenwand) gelungen.

Kennzeichen

Steinwild ist hell bis dunkelbraun gefärbt und wird daher auch Fahlwild genannt. Männliches Steinwild (Böcke) erreichen ein Gewicht von bis zu 100 kg und eine Hornlänge von bis zu einem Meter. Die Geißen sind mit 20 – 50 kg Körpergewicht deutlich kleiner und Ihr Horn wird maximal 30 cm lang. Die Böcke besitzen einen Ziegenbart. Böcke haben im Sommer ein dunkelbraunes Fell; das Fell der Weibchen ist mehr rötlich oder goldbraun. Im Winter wird das Fell beider Geschlechter gräulich.

Lebensraum

Der Lebensraum des Steinwildes liegt in den Hochlagen der Alpen, oberhalb der Baumgrenze im Karggebirge. Dabei steigt er bis in Höhen von 3500 m auf. Im Winter bleibt er allerdings in tieferen Lagen als im Sommer, und auch im Sommer steigt er zum Fressen oft auf alpine Wiesen ab, während er zum Übernachten die großen Höhen aufsucht.

Lebensweise

Steinwild lebt gesellig in Rudeln, welche nach Geschlechtern getrennt sind. Die Brunft findet zwischen Dezember und Januar statt. Nach ca. 180 Tagen Tragezeit kommt meist ein Kitz (selten 2 Kitze) zur Welt. Das Junge kann vom ersten Tag an laufen, wird aber ein Jahr lang von der Mutter gesäugt. Die Lebensdauer eines Steinbocks kann über zwanzig Jahre betragen.

 

 

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